
Auf Initiative des Vertstehbahnhofs fanden in den vergangenen Wochen zwei Austauschtreffen zur Situation von Jugendlichen im Rathaus statt. Vertreter:innen aus Vereinen, Schule, Feuerwehr, Kirche, Sozialarbeit und Politik kamen mit Jugendlichen zusammen, um über ihre Lebensrealität und mögliche Verbesserungen zu sprechen.
Während es beim ersten Treffen darum ging, die Situation von Jugendlichen vor Ort zu verstehen, stand beim zweiten Termin die gemeinsame Frage im Mittelpunkt: Was braucht es, damit sich Jugendliche in Fürstenberg und den Ortsteilen wohler fühlen?
Es ging um Mobilität, um Orte zum Feiern, um Drogen- und Medikamentenmissbrauch, um Mobbing und Ausgrenzung, um Vernetzung, Sichtbarkeit von Angeboten und vieles mehr.
In Kleingruppen wurden die verschiedenen Themen besprochen. Besonders wichtig war die Frage nach mehr Beteiligung: Ideen wie ein Jugendbudget oder eine Online-Umfrage könnten Jugendlichen mehr Mitsprache ermöglichen. Monika Schultz vom Kinder- und Jugendbüro Oberhavel hat niedrigschwellige Fördermöglichkeiten gezeigt und Unterstützung angeboten.
Es sind Ideen entstanden wie ein Jugendkino, Parties im Bahnhof und Unterstützung durch Ehrenamtliche für den Jugendtreff in Bredereiche.
Deutlich wurde, dass viele bestehende Angebote kaum bekannt sind. Eine Idee: ein gemeinsamer Veranstaltungskalender, der Aktivitäten in Fürstenberg und den Ortsteilen besser sichtbar macht.
Die Treffen haben gezeigt: Es gibt viele Ideen und Engagement. Es lohnt sich, den Austausch fortzusetzen – und Jugendliche weiterhin aktiv einzubeziehen.