Wie findet ein einsamer Otter Freunde? Was ist das Geheimnis von Lejas und Majas Blumenwiese? Wovor fürchtet sich Tom, der Angsthase? Warum ist Lola eigentlich die Coolste? Und vor welchen Herausforderungen steht Marlena vor ihrem großen Karnevalsauftritt?
Die Antworten darauf stehen in fünf neuen Büchern, die gerade bei unseren Buchkindern entstanden sind. Und wir freuen uns riesig über diese fünf ganz unterschiedlichen Werke.
Fünf Geschichten, fünf Handschriften, fünf eigene Ideen. Erfunden, geschrieben, illustriert, gedruckt und gestaltet von den Kindern selbst.
Und wieder hat sich gezeigt: Geschichten brauchen Zeit. Denn ein Buch entsteht bei den Buchkindern nicht einfach an einem Nachmittag. Es wächst. Manchmal über viele Wochen, manchmal über Monate. Manchmal beginnen sie mit einem Satz. Manchmal ist zuerst ein Bild da. Eine Figur, eine Idee. Und dann will man plötzlich wissen: Wie geht es weiter? Und allmählich fügt sich Blatt für Blatt eine Geschichte zusammen.
Die Buchkinder begleiten ihr Buch durch den gesamten Entstehungsprozess. Sie entwickeln Figuren und Handlungen, schreiben ihre Texte mit der Hand oder an der Schreibmaschine, zeichnen und überlegen, wie Text und Bild zusammenspielen sollen. Dabei werden sie von Erwachsenen mit professionellem künstlerischem Hintergrund begleitet. Sie unterstützen, stellen Fragen und geben Impulse. Aber das Wichtigste ist es, den Kindern ganz viel Raum für ihre eigenen Ideen und Entscheidungen zu lassen.
Für einige Illustrationen wird sogar richtig gedruckt: Motive werden in Linolplatten geritzt, Farbe aufgewalzt und anschließend aufs Papier gebracht. Am Ende sind die Layouts der neuen Bücher aber so unterschiedlich, wie die Geschichten selbst. Hier dürfen die Kinder mitreden, experimentieren und ihre Wünsche einbringen.
Die Bücher sind ganz bewusst nicht „perfekt“. Wer sie durchblättert, wird vielleicht ein Wort entdecken, das anders geschrieben ist als im Wörterbuch. Eine Handschrift kann sich von der ersten bis zur letzten Seite verändern. Zeichnungen werden sicherer, Sätze länger, Geschichten mutiger. Man kann sehen, wie etwas entsteht – und wie sich die Kinder währenddessen weiterentwickeln.
Genau darum geht es bei den Buchkindern. Nicht das fehlerfrei geschriebene Wort steht im Mittelpunkt, sondern die eigene Idee und der Weg, den sie nimmt. Die Kinder dürfen ausprobieren, verändern und auch mal etwas verwerfen. Sie erleben, dass ihre Fantasie wichtig ist und dass aus einem kleinen Gedanken tatsächlich ein richtiges Buch werden kann. Gerade Kinder, die am Anfang noch sagen: „Ich weiß nicht, was ich schreiben soll“, werden manchmal besonders schnell von ihrer eigenen Geschichte mitgezogen. Plötzlich braucht eine Figur einen Namen. Dann eine Freundin. Oder ein Abenteuer. Ein Bild verlangt nach einem Satz – und der Satz nach dem nächsten.
Und irgendwann liegt es da: das eigene Buch. Jetzt sind wieder fünf davon fertig. Ein Otter hat seine Geschichte bekommen. Eine Blumenwiese ihre Heldinnen. Tom darf ein Angsthase sein, Lola ziemlich cool und Marlena erlebt einen unvergesslichen Karnevalsauftritt.
Die Kinder sind unfassbar stolz. Und wir sind es auch. Und natürlich geht auch die Buchkindergeschichte weiter. Denn wer einmal gemerkt hat, dass aus einer eigenen Idee ein echtes Buch werden kann, hat meistens schon die nächste Geschichte im Kopf.


